Dienstag, 29. September 2009

Polanski festgenommen

Es kann sich einem normal denkenden Menschen nicht erschließen, wie manche verwirrten Köpfe, darunter natürlich auch werbewirksam einige B und C-Prominente, für einen geständigen pädophilen Vergewaltiger nun öffentlich Partei ergreifen und die Einstellung eines seit 1978 anstehenden Verfahrens und die Aufhebung des gesetzmäßigen weltweiten Haftbefehls fordern, dem er sich damals durch Flucht entzog.

Die siebenstellige Zahlung an das Opfer mag bewirkt haben, dass die damals Dreizehnjährige ihm mittlerweile verziehen hat. Doch ist das nur die zivilrechtliche Seite des Verfahrens. Es bleibt noch die strafrechtliche, die weder in den USA, noch in der Schweiz verjährt. Davon kann und darf sich ein Polanski oder sonst ein Straftäter nicht freikaufen dürfen. Es wäre ein Schlag ins Gesicht aller Vergewaltigungsopfer und missbrauchten Kinder, wenn Polanski straflos bliebe.

Dienstag, 25. August 2009

Ackermann und sein kleines Kanzlerin-Dinner

Es mag sicherlich "nur" am Rande einer unterstellbaren Steuerverschwendung sein, jedoch ist dieses elitäre kleine Dinner im engste Kreise der Ackermannfreunde in höchstem Maße ein unmoralisches Vorgehen, zumal Ackermann darüber hinaus damit prahlt, "er hätte sich seine Freunde auf Kosten der Kanzlerin ( also der Steuerzahler ) einladen dürfen". Die 2100 Euro Mehrkosten für Personal sind dabei lächerliche Peanuts im Verhältnis zur vermutlichen Gesamtsumme. Viel abscheulicher dabei ist jedoch die Vorstellung, dass sowohl Ackermann, wie wohl auch jeder einzelne Teilnehmer dieses Events mehr Geld in einem Jahr "verdient", als die gesamten Bewohner eines mittleren Mietblocks am Rande eines sozialen Brennpunkts zusammen in ihrem gesamten Leben in die Hand bekommen. Dass diese Herrschaften es als selbstverständlich ansehen, solche "kleinen, nicht erwähnenswerten Mittagessen" nicht aus ihrer eigenen Schatulle zu begleichen, zeugt von impertinenter Arroganz und beweist, wie weit entfernt solche Menschen doch vom "Otto-Normalbürger" mittlerweile sind.

Freitag, 12. Juni 2009

Ärzte und das Ratzinger-Syndrom

Ratzinger-Syndrom: "Wir sind unfehlbar. Sollten wir fehlen, sind wir unantastbar."

Heute las ich - gleich zweimal - den bei uns erschienene Artikel Immer mehr Behandlungsfehler.

Ich bin betroffen. Auch im wahren Sinne des Artikels. Und ich kann viele Passagen durchaus nachvollziehen.

Es werden noch viel zu wenig entdeckte Fehler auch wirklich geahndet. Die Schlichtungsstellen und Gerichte stützen sich dabei auf Gutachten. Je spezialisierter jedoch die Behandlung und der damit verbundene Fehler ist, desto weniger Spezialisten gibt es hier in Deutschland. Und es ist absolut abwegig zu glauben, dass der Beklagte und der beauftragte Gutachter sich nicht ein- oder mehrmals im Jahr auf Spezialistentagungen begegnen. Somit ist eine "Unparteilichkeit", die m.E. Grundvoraussetzung für ein Gutachten ist, nahezu unmöglich. Ist erst einmal ein "freundschaftliches und wohlwollendes" Gutachten im Umlauf, ist es dem Betroffenen nahezu unmöglich, seine berechtigten Forderungen auch durchzusetzen. Nicht selten wird dabei noch verschleppt und verzögert, bis sich die Sache durch Ableben erübrigt und die Hinterbliebenen die Sache nicht weiter verfolgen.

Bislang ist es doch so, dass ein betroffener Patient einen Fehler beweisen muss, und der Beklagte Arzt / Träger eines Krankenhauses nichts weiter tun muss, als sich lächelnd zurücklehnen und alles in Frage zu stellen. Nur selten greift die Beweislastumkehr, und sollte man es tatsächlich bei der Schlichtung geschafft haben, ist es mehr als wahrscheinlich, dass die Gegenseite das Urteil nicht annimmt.

Ein neues Gesetz zu Erleichterung des Nachweises ist einfach überfällig, schon allein um so manchen Mediziner vom Ratzinger-Syndrom ( "Wir sind unfehlbar" ) zu heilen. Manchmal wünscht man sich, dass neben der Finanzkrise und Burger-King auch ein Hauch amerikanisches Rechtsverständnis mit über den Teich schwappt und die möglichen Entschädigungen angemessener gestalten. Es ist einfach traurig mit anzusehen, mit welch lächerlich geringem finanziellen Aufwand Ärztefehler aus der Welt geschafft wurden und werden - wenn es denn überhaupt zu einer Entschädigung kommt. Denn hat man dann doch irgendwie Recht bekommen, wird um jeden Cent gefeilscht.

In meinem Fall komme ich momentan nicht wirklich weiter. Ich kann belegen, dass Teile der Akte verschwunden sind, ich weiß, dass der Gutachter ein alter Kumpel vom Vertreter der beklagten Partei ist, ich habe entdeckt, dass im Gutachten zweifelsfrei Zitate nur so ( unvollständig ) gebracht wurden, dass unsere Argumente nicht gestützt werden, usw. usw.

Nun habe ich einen zweiten Anwalt ( Fachanwalt für Medizinrecht ), aber der ist ( Entschuldigung ) eine Labertasche, bei der ich es in 10 Minuten "Gespräch" nicht geschafft habe, mehr als 3 Worte zusammenhängend anzubringen und meinen Fall darzustellen. Mein Anwalt sagt, er sei eine Kapazität mir hoher Erfolgschance. Darum halte ich mich noch zurück. Aber ein Anwalt, der mich anscheinend nicht für voll nimmt, kann nicht mein Vertrauen erlangen...

Ob ich den Ausgang meiner Klage noch erlebe? Na, schaunwermal...

Korinthe

Donnerstag, 11. Juni 2009

Michael Jackson - King of Flop

Himmel, kann dieser total abgedrehte Master of Desaster nicht endlich Ruhe geben?

Warum kann dieses hirnlose Stück Mensch in seiner weltfremden Art nicht irgendwo auf eine unbekannte Insel auf immerdar verschwinden? Er ist nur noch peinlich und seine so genannten Fans verfolgen seine exzentrischen Eskapaden doch nur, um seinen endgültigen Zusammenbruch mitzuerleben. Seine Berater und alle um ihn herum saugen noch immer an dieser planlosen Figur herum, auch wenn er mit 110 Millionen in der Kreide steht und keine Chance auf Rückerstattung hat, nach dem Motto: Na, eine lukrative Entgleisung wird er doch wohl noch schaffen...

Wird er die angekündigten 50 Konzerte absagen? Wie kommt er aus der Klage, die gerade wegen Vertragsverletzung eingereicht wurde, wieder heraus? Wer zahlt die Miete für das Schloss in England, und was soll der Schwachsinn mit dem zu errichtenden Vergnügungspark?

Bitte, Michael, geh bitte endlich ab. Lass uns die gute und schöne Erinnerung an einen tollen Musiker. Alles, was in der letzten Zeit war und was jetzt noch kommt, kann nur noch peinlich und teuer für Dich werden.

Und trenn Dich endlich von diesen Idioten, die Dir immer noch einreden, Du hättest für irgendwen oder irgendwas noch irgendeine Bedeutung.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Panem Et Circensis

Schon im alten Rom ging es - zum Wohle des Volkes und zur Füllung der Kassen - um Brot und Spiele. Und je blutiger umso besser!

Hurra, wir haben die alten Zeiten wieder. Gerade lese ich vom neuesten US-Import ultimate fighting. Das bekräftigt mich ein weiteres Mal, welch Geistes Kind die Amerikaner sind und auf welcher evolutionären Stufe sie sich befinden.

Na, dann ist es bis zu Gladiatorenkämpfen und Löwenfütterungen ja auch nicht mehr weit.

Arme Welt. Und ich dachte, wir wären mittlerweile zivilisiert. Aber das, was uns geboten wird und noch werden wird zeigt nur, dass sich die sogenannte Zivilisation geistig doch gewaltig zurückbewegt. Im Baugewerbe wurde ja schon der schöne (Un-)Begriff Rückbau geschaffen Wie nennt man es denn, wenn Menschen sich so gravierend zurückentwickeln?

Schade, dass wir alle so machtlos gegen solch einen Schwachsinn sind.

In Trauer, der olle
Korinthe

Nachtrag:


Running Man ( 1987 )

Arnold Schwarzenegger alias Ben Richards ist der Spielkandidat. Er kämpft nicht um Geld, nicht um den Einzug in die kalifornische Regierung. Sein einziger Preis ist das Überleben. Fernsehen im Jahre 2019: Eine Horde mordender Entertainer jagt im Untergrund den Gladiatoren - und am Bildschirm harren Millionen der Grausamkeiten, die geschehen mögen. "Running Man" (1987) ist Illusion - natürlich. Doch hin und wieder lässt die aufwändige Verfilmung des Buches von Stephen King ob Dschungelcamps, Endlos-"Big-Brother" und dicker, fetter, peinlicher Verlobter beklemmende Gefühle erwachsen. Und mit ihnen die Frage: Wie weit ist der Weg bis zum "Running Man"?


Hier bei wikipedia: Running Man

oder auch dieser hier:

Das Millionenspiel ( 1970 )

Na, auf dem besten Wege dahin sind wir ja. Und ich möchte wetten, dass sich schon heute dafür Leute finden würden, die da mitmachen, wenn der Preis stimmt. Und es wird auch Menschen geben, die die Einschaltquote bringen.

Sonntag, 7. Juni 2009

Mordversuch

Das war ein glatter Mordversuch. Nicht so ein "fahrlässiger Tötungsversuch" oder so ein therapierbarer Pipifax. Obwohl... mit Fahren hatte das schon was zu tun. Im wahrsten Sinne sogar.

Regen, 07.06.2009, oo:o1Uhr auf der Autobahn A2, kurz vor der A352 in Richtung Langenhagen. Man darf 120 km/h fahren, und mein Tacho ist auf etwa 125 mit Tempomat. Auf der rechten Spur fährt ein Kleinlaster mit Anhänger. Seine Geschwindigkeit ist - wenn überhaupt - knapp unter 120 km/h. Das, liebe Mitverkehrsteilnehmer, hätte mich schon stutzig machen müssen. Er hätte eigentlich nur 80 fahren dürfen.

Gut, wenn er denn will. Ist ja sein Lappen.

Als ich neben ihm bin, setzt er den Blinker um einen PKW zu überholen, der auch so um die 110 fährt. Und zieht nach links. Ich hupe. Er zögert kurz und zuckt ein wenig zurück nach rechts. Dann kommt er langsam immer näher, obwohl meine Rechte mittlerweile das Lenkrad fast im Armaturenbrett versenkt. Ich versuche nach links auszuweichen, beschleunigen hätte kaum was gebracht, und eine Vollbremsung bei der Witterung... wäre zumindest von zweifelhaftem Ausgang gewesen. Auch der unaufmerksamste Fahrer hätte mitbekommen müssen, dass ich da neben ihm darum kämpfe, von ihm nicht ins Nirwana geschossen zu werden.

Ich unterstelle diesem Verkehrsteilnehmer, dass er mich mit voller Absicht abgedrängt hat, um nicht Bremsen zu müssen. Und, so sind wir uns alle drei einig, die wir im Wagen saßen, er hätte uns auch gerammt, wenn wir nicht eine Möglichkeit gefunden hätten, dieses noch zu verhindern. Der Abstand zu ihm betrug bei Tempo 125 nur wenige Zentimeter.

Kurz vor der Autobahnabzweigung überholte er mich noch einmal. Auf dem Hänger konnte ich das Kennzeichen KÖT-(bekannt) 101 erkennen.

Es ist mir schleierhaft, wie die Welt es zulassen kann, dass solche Individuen frei herumlaufen ( -fahren ) dürfen. Möge sie bei 120 der dreifache Kolbenfresser ereilen. Standrechtliches Erschießen lasse ich auch gelten.

Samstag, 6. Juni 2009

Bänkelgesänge

Nachdem ich ja dafür bekannt bin, dass ich nicht nur die eine kurze Geschichte schreibe, sondern auch die andere vollkommen sinnlose Abhandlung über irgendwas Alltägliches in Form wüster Motzerei, möchte ich doch nun auch von einer anderen Seite meines Schaffens berichten. Nein, nicht von meinen Bildern, die einige Verwirrte von mir besitzen, oder die bei mir in den Mappen lagern. Nein, sondern von Musik und Frohsinn ist zu berichten. Kann sich keiner vorstellen? Ach... Das wundert mich aber...

Nun gut, hier der Beweis:



Diese Moritat ist das dritte Lied aus meiner Reihe Unnütze Bänkel- und Sauflieder zur Zupfgeige aus gegebenen Anlässen.

Aber nicht, dass es jetzt heißt: Rentner haben nichts zu tun. Das wäre denn doch ein wenig gemein.

Herzlichst, Euer
Korinthe

Freitag, 17. April 2009

Anti-Rauchergesetz vernichtet Blueskneipe

Blueskneipe Meisenfrei schließt die Tore stand jetzt in der Tageszeitung. Der Wirt jammert, die Raucher weinen. Und wer ist schuld? Na klar, das Anti-Rauchergesetz. Sind doch solche Frechlinge vom Amt daher gekommen und haben blöd herumgemotzt, dass im Meisenfrei trotz Rauchverbot munter herumgequalmt wurde. Und diese scheiß Denunzianten, die den Betreiber angezeigt haben, diese militanten Nichtraucher, hätten ja fern bleiben können, wenn sie der Rauch stört. Bla - bla - bla....

"Die Freiheit genommen, selbst zu entscheiden, ob man rauchen will oder nicht..." Leute, diese und ähnliche Sätze mussten bereits so oft in Romanen, Gerichtsverhandlungen und öffentlichen Statements herhalten, dass man sie schon nicht mehr hören mag. Und wie oft sind sie schon, gerade von Betreibern von Gastronomie und Veranstaltungswesen als Totschlagargument missbraucht worden, wenn es darum ging, Kundenabwanderung oder Umsatzeinbußen zu rechtfertigen. Ob es in diesem Fall auch so ist, mag dahingestellt sein.

Ich meine, wenn die Musik gut genug ist, werden die Zahlen auch stimmen. Sicher, es ist schade, dass eine überregional bekannte Institution wie das Meisenfrei nun die Tore schließt. Aber nicht die Gesetze sind schuld daran, oder gar militante Nichtraucher. Schuld sind die handvoll unverbesserlichen so genannten Tabakgenießer, die in ihrer unübertreffbaren Arroganz und entgegen besseren Wissens, diese Location durch bewusstes Nichtbeachten der aufgestellten Regeln aufs Spiel und ihre persönliche Tabakgier über den Genuss guter Musik setzen. Es bedarf wohl keiner hellseherischen Fähigkeiten um zu wissen, dass das Ordnungsamt die Nichtbeachtung des Rauchverbots irgendwann hinterfragen und ahnden würde.

Und wenn der Betreiber der festen Überzeugung ist, dass Rauchen und Live-Musik untrennbar miteinander verbunden sind, und wenn das eine nicht geht, das andere gleich mit sterben muss, dann ist das sein eigenes Problem.

Es wird andere Orte geben, wo die Musik wichtiger als Rauchen ist. Immerhin gab es schon Musiker, als das Rauchen noch nicht entdeckt war. Und es wird Musiker geben, wenn das Rauchen in Vergessenheit geraten ist.

Blues zum Gruß,
Korinthe

Was ich noch sagen wollte...

Ab und zu schreibe ich eine Geschichte, ein Gedicht oder sonst irgend einen Unsinn. Nicht alle meine Gedankenergüsse finden in diesen Seiten Einzug. Aber was ich hier einstelle, ist uneingschränkt von mir.


Manche Sachen sind eher lustig, mache sollen zum Nachdenken anregen und einige mögen auch ein wenig skurril daherkommen. Einige schreibe ich aus Langeweile, einige zum ver- und aufarbeiten meiner Gedanken. Einige Geschichten sind frei erfunden, andere geben, zumindest in Grundzügen, wahre Begebenheiten wider.


Aber alle sollen Spaß beim Lesen bereiten. Mir und auch anderen Lesern.Viel Spaß also beim durchstöbern und lesen meiner Schreibereien wünscht Euch Korinthe

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